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< Familien-Partei Deutschlands fordert Hilfe für Asbestopfer
02.08.2018 19:14 Alter: 13 days

Das vom Gesundheitsminister Jens Spahn vorgelegte Pflegepersonalstärkungsgesetz geht an der Sache vorbei!

Zuerst einmal müssen wir unterscheiden zwischen der Krankenhauspflege und Altenheimpflege.


In beiden unterschiedlichen Systemen wurden Maßnahmen und Verbesserungen angekündigt.

So werden 13000 zusätzliche Stellen in der Altenpflege angekündigt.

Da wir über 13000 Altenpflegeheime in Deutschland haben, also lediglich eine Pflegekraft je Altenheim. Diese Pflegekräfte sollen allerdings ausschließlich für medizinische Behandlungspflege

eingestellt werden. Dadurch werden diese Pflegekräfte durch die Krankenkassen abgerechnet und somit durch die Krankenversicherungsbeiträge finanziert. Gesundheitsminister Spahn verspricht zusätzliche Stellen, die er von den Beitragszahlern der Krankenkassen bezahlen lässt.

13000 zusätzliche Stellen lesen sich erst mal auch ganz gut, aber angesichts der Tatsache das aufgrund Fachkräftemangel bereits mehr als 30000 Altenpflegestellen ausgeschrieben und nicht besetzt werden können, im Grunde ein schlechter Witz.

In der Krankenhauspflege wird per Gesetz versprochen, das jede zusätzliche Pflegekraft zu einhundert Prozent finanziert wird. Auch hier finanziert durch die Beitragszahler der Krankenkassen. Seit über 20 Jahren wurde zielgerichtet die Pflege in den Krankenhäusern abgebaut! Auch in dem die Pflege durch Bürokratismuswahn , schlechten Arbeitszeiten, belastenden Diensten einhergehend mit schlechter Bezahlung unattraktiv für junge Menschen gestaltet wurde.

Als Folge dessen auch hier Fachkräftemangel.

Nun durch das angestrebte Pflegepersonalvertretungsgesetz von Spahn ist zu befürchten das immer mehr Altenpfleger in die Krankenhäusern wechseln, da Sie hier zumindest ein durchschnittlich 30 Prozent höheres Gehalt bekommen.

Das verschärft die Mangelversorgung in der Altenpflege erheblich.

Fazit: 

Das vom Gesundheitsminister Jens Spahn vorgelegte Pflegepersonalstärkungsgesetz geht an der Sache gänzlich vorbei.

Wir von der Familien-Partei Deutschlands fordern als Einstieg Pflegepersonal zu stärken endlich die sofortige Umsetzung nachfolgender Sofortmaßnahmen.

  • Bundesweit verbindliche Personalschlüssel einzuführen
  • die belastende Arbeitszeit der Pflegekräfte stark zu reduzieren
  • die Pflege entbürokratisieren
  • Pflege als eigene Wissenschaft anzuerkennen
  • Ausbildungsoffensiven und Fortbildungsoffensiven zu starten
  • Familie und Beruf in der Pflege im Einklang bringen
  • Pflege als gesamtgesellschaftliche  steuerfinanzierte Aufgabe einzuordnen
  • dadurch auch losgelöst von Krankenkassenbeiträgen zu finanzieren
  • unser bereits vor Jahren vorgelegte K21 Konzept für eine humane menschliche Pflege endlich flächendeckend einzuführen.

Herr Gesundheitsminister Spahn, wir werden den Eindruck nicht los, dass Sie als gelernter Bänker  Ihren Job anscheinend nicht richtig verstanden haben.