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< Brexit – Familien-Partei kritisiert führende EU-Politiker und mahnt zur Besonnenheit
25.07.2016 00:59 Alter: 1 year

Amok und Terror zwischen Symptom und Ursache

Was tun gegen die Perspektivlosigkeit, Richtungslosigkeit, Sinnlosigkeit?


Die schrecklichen Taten der jüngsten Tage sind verabscheuungswürdig und unsere Gedanken sind bei den betroffenen Familien und ihren Angehörigen. 

Für die Politik gilt es genau hinzuschauen. Das Gefühl der Sicherheit in Deutschland ist angekratzt. Es wird zunehmend klarer, dass wir auf weniger friedvolle Zeiten zusteuern. Alles muss getan werden, um hier größtmögliche Sicherheit für die Bevölkerung zu erhalten. In gleichem Atemzug heißt es aber eben auch„Völlige Sicherheit vor solchen Ereignissen kann es nicht geben“. Leider wahr.

Die Frage ist aber, warum kommt es dazu? Und nicht nur, was ist zu tun? Die Reflexe im Parteienspektrum was zu tun ist, sind auch die bekannten. Auch die Familien-Partei betrachtete den jahrzehntelangen Abbau im Polizeiwesen sehr kritisch. Wenn hier nun gegengesteuert wird, begrüßt die Familien-Partei dies ausdrücklich. 

Ohne Waffen könnten solche Anschlagsereignisse nicht passieren, insofern ist auch ein Hinweis auf Deutschlands Position in Sachen Waffenproduktion mit weltweit hohem Exportanteil ein berechtigter Fingerzeig in eine Wunde.

Und dennoch sind beide Maßnahmen eigentlich nur Symptombehandlungen. Denn die Frage bleibt, warum kommt es überhaupt zu solchen Handlungen? 

In allen Fällen hat es etwas mit Perspektivlosigkeit, Richtungslosigkeit, gar Sinnlosigkeit im Leben von Menschen zu tun! 

Es mag diejenigen geben, die sich damit zufrieden geben, wenn es heißt, der Täter sei in psychiatrischer Behandlung gewesen.

Eine Forderung nach mehr Psychiatern, ist wiederum nur ein Symptom aber doch keinesfalls eine Lösung, auch und schon gar nicht, wenn die Zahl der psychischen Erkrankungen in Deutschland seit Jahren steigt. 

Eine hohe Zahl an psychischen Erkrankungen ist ein Indiz für eine Gesellschaft, die zunehmend aus dem Ruder gerät. 

Und hier sieht die Familien-Partei ursächliche Lösungsansätze, die nicht einfach sind, aber in die Struktur eingreifen.

  • 1)      Familien stärken

 

Das Armutsrisiko Nummer 1 ist eine Familie. Diesem Risiko gilt es endlich wirksam entgegenzutreten. Mit einem sozialversicherungspflichtigen Erziehungsgehalt könnte man hier grundlegend intervenieren.

  • 2)      Das Bildungswesen radikal reformieren

 

Unsere Gesellschaft ist im Wesentlichen so ausgerichtet, dass eine Erstausbildung  finanziert ist und unsere Kinder nach diesem Anschub ins Leben eben laufen können, laufen sollen, laufen müssen. Was aber, wenn es zu Brüchen in den Lebensbiografien kommt? Genau an dieser Stelle bleiben zu viele in unserer Gesellschaft auf der Strecke. Und was ist die Antwort der Politik: Verwaltung über die Arbeitsagentur und bei den anscheinend ganz aussichtlosen Fällen Lebenserhaltung durch Hartz IV. Aber genau hier entsteht Perspektivlosigkeit.

 

Hier fordert die Familien-Partei einen Umbau unseres Bildungswesens, das der Forderung nach „lebenslangem Lernen“ auch gerecht wird. Zielgruppe die 40 – 70 jährigen Menschen. Ziel: sinnerfüllende Perspektivschaffung für Menschen in der zweiten Phase ihres beruflichen Wirkens, entweder aufgrund unverschuldeten Bruches in der Biographie oder aufgrund Wunsches nach Veränderung. Die Gesellschaft kann sich eine reine Versorgung betroffener Menschen nicht länger leisten. 

 

Der Rationalisierungsdruck im Dienstleistungs- und Verwaltungssektor kann hier ebenso zum Pulverfaß werden, wie die Veränderungsprozesse in Deutschlands Schlüsselindustrie Nummer 1, der Autoindustrie. 

 

Vorbereitet sein ist das Gebot der Stunde.

  • 3)      Gelingende Integration ist richtig und wichtig

 

Auch hier bestätigt sich eine Position, die die Familien-Partei schon länger einnimmt. Integration muss gelingen, ansonsten schaffen wir uns nur neue Probleme. Wer integriert werden will, soll dies bestmöglich auch können. Wer nicht integriert werden will, dem muss klar sein, dass er in Deutschland nur Gast mit Gastrechten ist. Wer seine Gastrechte missbraucht, der hat sie verwirkt und dies mit aller Konsequenz.

  • 4)      Humanorientierte Einkommen- und Kapitalertragssteuerreform

 

Politik kann Anreize setzen und Leitplanken bauen. Eigentlich Wirtschaften wir, weil die Güter knapp sind. Eine Besteuerung des Gewinns, der zunehmend ohne die Arbeitskraft des Menschen auskommt hat keine Lenkungsfunktion hin zur Beschäftigung, hin zum Erhalt von Beschäftigung.

 

Die Sozialverpflichtung des Eigentums ist heutzutage kaum mehr erkennbar, da es für viele Unternehmen eigentlich nicht mehr wichtig ist, viele Beschäftigte zu haben. 

 

Daher sollte nach Ansicht der Familien-Partei ein hoher Beschäftigungsgrad bei der Einkommensteuer für die Unternehmen positive Wirkungen haben und umgekehrt. Eine Steuerreform in diesem Sinne setzt Lenkungsimpulse in Beschäftigung.