Bundesprogramm
8.4 Arbeit neu organisieren
Leitidee: Die Familien-Partei Deutschlands hält es für dringend erforderlich, neue Organisationsformen für Arbeit und Freizeit zu etablieren, damit Arbeit nicht zu Lasten von Lebensqualität dominiert.
Die Arbeitswelt bestimmt immer stärker unseren Alltag. Bei einer Neuorganisation der Arbeit geht es sowohl um die Neugliederung von Lebensarbeitszeit als auch um die Neugestaltung von Wochen- bzw. Monatsarbeitszeit. Überstunden auf der einen Seite und Arbeitslosigkeit sowie Unterbeschäftigung auf der anderen sorgen für verstärkte soziale Spannungen. Die politischen Rahmenbedingungen sind für die Wirtschaft dahingehend zu verändern, dass die Firmen sich nicht mehr gezwungen sehen, zu solchen unsozialen Maßnahmen zu greifen.
Die Familien-Partei Deutschlands sieht einen großen Nachholbedarf darin, das Leben mit Kindern durch familien- und kinderfreundliche außerhäusliche Organisation der Erwerbsarbeit zu erleichtern.
Die Familien-Partei Deutschlands fordert, dass genügend Tagesmütter ausgebildet und Krippenplätze angeboten werden. Weiter sollte es Kindergartenplätze mit kleinen Gruppengrößen in bedarfsgerechter Menge sowie die Einrichtung von Schulen mit Nachmittagsbetreuungen geben. Mit Zahlung eines Erziehungsgehaltes obliegt die Finanzierung solcher Einrichtungen den Nutzern. Privatwirtschaftliche Kinderbetreuungsinitiativen wären bei einem Erziehungsgehalt den staatlichen gleichgestellt.
Die Familien-Partei Deutschlands vertritt aber auch die Position, dass institutionelle Kinderbetreuung im Regelfall keine Familie ersetzen kann und fordert demzufolge flexible Arbeitszeiten für erwerbstätige Mütter und Väter, sowie vermehrt die Möglichkeit zur Arbeit an Halbtages- oder Teilzeitarbeitsplätzen. Weitere Möglichkeiten sieht die Familien-Partei Deutschlands in der Schaffung von Heim- und Telearbeitsplätzen.
9 Kultur, Erziehung und Bildung

