Bundesprogramm
10.2 Gesundheitswesen
Die Familien-Partei Deutschlands setzt sich für die besondere Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft gegenüber Kranken und Behinderten ein.
Neben der präventiven Medizin soll gleichberechtigt die kurative Medizin stehen. Hierbei dürfen einerseits nicht allein wirtschaftliche Gesichtspunkte die Normen bestimmen, andererseits sollten jedoch auch keine übertriebenen Anforderungen an die Solidarität der Allgemeinheit gestellt werden. Diagnostische Maßnahmen ohne therapeutische Konsequenzen sind einzuschränken.
Neben der Säule der Solidarität muss die Säule der Eigenverantwortung bestehen: wer
nachweislich fahrlässig oder nachlässig gesteigerte Kosten verursacht, muss auch verstärkt
zahlen!
Der Konsum von erwiesenermaßen ungesunden Nährstoffen, Nahrungsmitteln und Rauschmitteln sollte über den Verkaufspreis Sonderbeiträge zum Gesundheitswesen liefern, die nicht in die allgemeine Staatskasse abfließen.
Das finanzielle Gesundheitsrisiko für Krankheit und Behinderung von Kindern muss von den Schultern der Eltern genommen werden. Chronisch kranken und behinderten Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien ist jede mögliche Hilfe und Unterstützung zur Erleichterung ihrer Situation zu gewähren.
Die Familien-Partei Deutschlands wendet sich gegen die Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsgruppen aus dem gesundheitlichen Solidarpakt - sowohl auf der Ebene der Leistungsempfänger als auch bei den Beitragsleistenden. Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und zur Pflegeversicherung sollen aus allen Einkommensarten aufgebracht werden. Zu beteiligen sind daneben alle Bevölkerungsgruppen, insbesondere auch freiberuflich tätige und verbeamtete Personen.
Die Krankenhäuser werden zunehmend durch politisch verordnete Bettenpläne und Gebührenordnungen in betriebswirtschaftliche Zwangslagen gedrängt, die Kinder und Jugendliche klar benachteiligen. Die sogenannte Solidargemeinschaft bedient in erster Linie den Wähler. Entbindungsstationen und Kinderabteilungen werden wegen angeblicher Unwirtschaftlichkeit geschlossen. Die Frage nach dem volkswirtschaftlichen Nutzen gesund nachwachsender Generationen wird erst gar nicht aufgeworfen.
10.3 Forschung und Ethik

